Ein Fachwerkhaus zu bauen ist seit der Antike Tradition in Europa. Es war viele Jahrhunderte die vorherrschende Bauweise in Nordeuropa und prägte das Bild vieler deutscher Städte. Noch heute finden sich Fachwerkhäuser, die aus dem 13. Jahrhundert stammen und nach wie vor als Wohn- und Geschäftshäuser genutzt werden. An diesen Fachwerkhäusern sieht man, dass sie zeitlos sind.

Was ist ein Fachwerkhaus aus Vollstämmen ?

Das sehen Sie auf dem oberen Bild ! In Kanada wird diese Bauweise als Post und Beam bezeichnet. Es ist ein Haus aus Pfosten und Riegeln erbaut.

Es gibt genug gute Gründe über den Bau eines Fachwerkhauses nachzudenken. Zum einen – verbindet es modernes Wohnen in traditionellem Gewand und zum anderen steht ein Fachwerkhaus für Werthaltigkeit und bietet eine Vielfalt von Ausbaumöglichkeiten im modernen Stil an. 

Was macht diese Bauweise so attraktiv ?

Die Stärke eines Fachwerkhauses ist sein tragendes Gerüst aus Vollstämmen ! Dieses Gerüst aus Pfosten und Riegeln, Pfetten und Deckenbalken bilden ein stark wirkendes Gefüge, die als tragende Konstruktion errichtet wird. Die entstehenden Zwischenräume (Gefache) werden mit anderen Materialien geschlossen.

Wandausfachung in Fachwerkhäusern:

Gefache oder Wandelemente zwischen den Pfosten in Fachwerkhäusern wurden anfangs ausschließlich mit Lehm und einem Geflecht aus Holz geschlossen. Hierzu wurden Holzstücken und zum Teil auch Weidengeflechte zwischen die Ständer und Riegel eingearbeitet, die anschließend mit Lehm ausgekleidet wurden. Später wurden zum Schließen auch Lehmbausteine, Ziegel und Klinker verwendet. Noch heute sind beide Varianten zum Bau von Fachwerkhäusern verbreitet. Allerdings gibt es inzwischen auch moderne Methoden, die den aktuellen Ansprüchen der geforderten Wärmedämmung entsprechen. Wir können heute mit einer Putzträgerplatte zum Verschließen von außen arbeiten. Im Inneren des Gefaches – hinter der Trägerplatte – wird Dämmmaterial wie Holzwolle, Zellulose, Flachs oder auch Steinwolle verwendet. Gerade bei so genannten „Modernen Fachwerkhäusern“ ist diese Variante stark verbreitet. Die Verkleidung mit Holzschalung aus Lärchenholz im Inneren des Hauses oder mit schönen antiken Fliesen im Badbereich, machen den Kontrast des Inneren sehr gemütlich und edel. Eine mit Klinker oder Putzschicht ausgefachte Außenseite ist möglich und wird auch für den Schallschutz sehr empfohlen.

Verwendete Hölzer für das Holzständerwerk

Das Holzständerwerk ist bei einem Fachwerkhaus das mächtig tragende Element des Hauses ! So, wie es im Leben bei jedem von uns sein sollte !
Rückgrat und Standfestigkeit !

Die Pfosten sind oft zwischen 40 und 60 cm dick. Die Pfosten und Riegel werden nach der Zimmermannkunst mit echten Holzverzapfungen sauber ineinander gefügt und mit Spezialbefestigungen zusammen geschraubt, falls es statisch erforderlich ist. Es gibt keine gemauerten Wände, die die Lasten abtragen. Somit ist die Wahl des Holzes ein entscheidendes Kriterium für die dauerhafte Stabilität des Hauses. Ältere Fachwerkhäuser wurden nahezu ausschließlich aus Eichenholz gefertigt. Aber die Pfosten waren 16 bis 20 cm breit. Wir erstellen unsere Häuser aus nordischem Kieferholz und verwenden dann viel stärkere Durchmesser, was auch dem Äußeren des Hauses einen unwiderstehlichen Hauch verleiht.

Preise von Fachwerkhäusern

Die Preise für den Bau eines Fachwerkhauses hängen stark von dem verwendeten Materialien, der Bauweise, der Ausstattung sowie der Region ab. Als Richtwert kann man annehmen, dass ein Fachwerkhaus ein wenig mehr als ein Massivhaus kostet. Die Preise im Jahr 2015 bewegen sich zwischen 1450,- und 2000,- pro Quadratmeter Wohnfläche. Ob ein Haus aus Eichenfachwerk, Leimholz oder Vollstämmen erbaut ist, schlägt sich im Gesamtpreis für ein Fachwerkhaus kaum nieder. Alle Holzvarianten kosten im Einkauf nahezu das Gleiche.

Der Rohbau mit Montage aus Vollstämmen kostet je nach Grundriss und Menge der Konstruktionen bei uns für ein Haus mit 250 m² Wohnfläche und Doppelgarage ca. 95.000 €.
Ein einfaches Einfamilienhaus mit 125 m² Wohnfläche, mit sichtbaren Deckenbalken, Dachpfetten mit Wurzenanläufen und sichtbaren Sparren kommt mit Montage auf ca. 65.000 € Brutto. Wir geben Ihnen die Preise, damit Sie einfach ein Gefühl für diese Bauweise bekommen. Alle anderen Ausbaukosten sind genauso, wie bei der konventioneller Bauweise.
Schicken Sie uns Ihre Skizzen und Sie bekommen von uns innerhalb von ein-Paar Tagen unser Kostenangebot für den Rohbau. 

Ein Fachwerkhaus bauen

Die Grundrissplanung von Fachwerkhäusern ist fast die gleiche, wie bei Massivhäusern. Als Erstes brauchen Sie ein passendes Grundstück, auf dem man diese Architektur errichten darf. Bei der Grundrissplanung ist technisch gesehen fast alles möglich. Ein Riesenvorteil beim Fachwerkbau gegenüber anderer Häuser ist, dass es im Fachwerkhaus keine tragenden Wände gibt. Sollten für hohe Spannweiten Stützen benötigt werden, können diese im Normalfall gut in jeden Grundriss integriert werden. Wenn der Grundriss richtig geplant ist, kommt die Außen- und Innengestaltung ins Gespräch. Es wird alles mit Ihnen besprochen, abgewogen und richtig in die Planung integriert.

Wenn Ihnen diese Bauweise gefällt, dann rufen Sie uns einfach an. Wir beraten Sie gerne und werden alles tun, damit Sie ein schönes und auf Ihre Wünsche abgestimmtes Fachwerk von uns erbaut bekommen:

Tel: 06242-901517